Einleitung

"Nachbarschaft". Dieser Begriff wurde in den Raum geworden, dieser Begriff sollte Thema für hunderte Ausarbeitungen von Schülern für den Detego Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten 2013 sein. Wie hunderte andere Schüler begann ich zu überlegen: Was bedeutet Nachbarschaft für mich? Im Duden gibt es zwei Bedeutungen dieses Begriffes: "A: Nachbarschaft ist die Gesamtheit von Nachbarn und B: Nachbarschaft ist das Verhältnis von Nachbarn zueinander“. Das heißt um das Wort Nachbarschaft zu verstehen müssen wir zunächst nachvollziehen, was das Wort Nachbarn zu bedeuten hat.

Im Heft zum Wettbewerb schreibt Herr Gauck höchstpersönlich von diesen Nachbarn. Er schreibt Nachbarn sind "(...) Menschen, die wir kennen und als Freunde schätzen, aber auch Menschen, die uns fremd sind". Ein einfacher, aber doch auch gelungener Satz. Nachbarn sind die Menschen, die immer um uns sind, die immer da sein können, uns verärgern, aber auch erfreuen können. Nachbarn können fast alles sein – es kommt nur darauf an, wie wir Ihnen begegnen.

Aus diesen Beschreibungen lässt sich jetzt erschließen, was das Wort Nachbarschaft bedeutet. Nachbarschaft ist überall, doch für uns selbst in nächster Nähe. Nachbarn leben in dieser Nachbarschaft, sie sind die Menschen denen wir begegnen. Wir mach dies auf unterschiedlichste Weise mit verschiedener Häufigkeit. Gerade weil Nachbarschaft so unglaublich vielfältig ist, hat sie unsere Geschichte immer in andere Richtungen gelenkt und unsere heutigen moralischen Werte bestimmt.

Auch ich habe mir überlegt, was ein gutes Thema zum Thema Nachbarschaft sein könnte, bis ich merkte, dass fast jedes Thema möglich ist, da Nachbarschaft überall ist. Schließlich entschied ich mich für das Thema Kinder von Zwangsarbeitern in Hamburg während der Nachkriegszeit. Ein Thema wo man nur auf den zweiten Blick Nachbarschaft erkennt. Ich möchte in diesem Beitrag analysieren, wie Kinder von Zwangsarbeitern während dieser Zeit lebten und welche Arten von Nachbarschaft sie erlebten. Hierbei beabsichtige ich vor allem die Situation in DP Lagern herauszuarbeiten. Wie waren die Lebensverhältnisse? Wie erging es den Kindern in der Schule? Gab es noch Diskriminierungen und wie reagierten Lagerbewohner und Nachbarn aufeinander?

Gerade weil dieses Thema sehr speziell und fast gar nicht erforscht ist, habe ich mir vorgenommen: Ich versuche das zu ändern, ich schreibe nicht den hundertsten Bericht über den Kriegsverlauf des 2. Weltkrieges, sondern rücke die Menschen in den Mittelpunkt, über die kaum einer etwas weiß. Denn es sind die Menschen, die unsere Geschichte schreiben, die Entscheidungen treffen, helfen, beschützen, töten, hintergehen und gestalten.

Ich kann sagen, dass es mir viel Spaß gemacht hat, an diesem Wettbewerb teilzunehmen. Ich hatte immer das Gefühl Teilnehmer eines sinnvollen Wettbewerbes zu sein und das hat mich dazu bewegt immer weiter zu forschen, auch wenn es mal schwierig und stressig war. Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich einmalige wertvolle Erfahrungen gesammelt habe und dafür sehr dankbar bin!

Doch das sollte auch an Einführung reichen und ich wünsche allen Lesern viele Erkenntnisse beim Lesen dieses Beitrags!

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