Die Eltern von Krystina Dolny

Krystina Dolny wurde am 02. Juni 1946 in einem Übergangslager in Itzehoe geboren. Als Kind von Irena und Stanislav Szewczyk. Beide Elternteile wurden während des 2 Weltkrieges aus Polen deportiert und als Zwangsarbeiter in NS Deutschland zur Arbeit verpflichtet.

Irena Szewczyk kam zunächst in einem Gastwirtschaftsgewerbe unter, in dem sie zwar harte aber nicht weiter schlimme Arbeit zu verrichten hatte. Zu dieser Zeit war sie 13 bis 14 Jahre alt. Sie hatte damals die Erlaubnis abends auszugehen allerdings gab es bestimmte Zeiten zu denen sie wieder zuhause sein musste und in ihrem jugendlichen Leichtsinn brach sie einige Male diese Regel. Nachdem sich diese Regelverstöße gehäuft hatten, wurde sie in ein Straf- und Erziehungslager in Kiel deportiert. Über diese Zeit und die Erlebnisse ihrer Mutter hier weiß Frau Dolny nur wenig. „Natürlich haben sie uns später auch von dem erzählt, was ihnen widerfahren ist, aber sie sind nie so ins Detail gegangen“. Zum Ende des Krieges tat sich Irena Szewczyk mit einer französischen Freundin zusammen, die auf unbekannte Weise Kontakt zur Außenwelt aufgenommen hatte. Der unbekannte Informant von Außen warnte die Französin: „Wenn ihr eine besonders gute Mahlzeit bekommt, dann seid vorsichtig – das könnte euer letztes Essen sein“. Schließlich gelang den beiden die Flucht und sie irrten einen knappen Monat in der Umgebung Kiels herum, immer mit der Angst von SS Soldaten entdeckt und erschossen zu werden.

Krystina´s Vater hingegen, Stanislav Szewczyk, kam in einer Bauernfamilie unter, da er die bäuerliche Arbeit von seiner Heimat in Polen kannte. Hier, so schildert Frau Dolny, hat er viele Grausamkeiten erlebt, denn wenn die Frauen Probleme mit den Zwangsarbeitern hatten und ihre Männer nicht da waren, da sie an der Front stationiert waren, holten sie sich zurückgebliebene männliche Verstärkung, welche dann auf die Zwangsarbeiter eindroschen und diese brutal misshandelten.



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen